Die S-Formel - schön, schlank und schnell

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Die S-Formel - schön, schlank und schnell

IBN S Formel
Schmal plus lang gleich kleiner Wendewinkel – eine Konstruktion, ursprünglich für das enge Schärenrevier, erobert den Bodensee.

05.01.2026 - IBN - Das Wassersport Magazin für den Bodensee
Anette Bengelsdorf ist Autorin der IBN – Internationale Bodensee Nachrichten. Sie liefert fundierte Reportagen rund um Technik und Szene des Wassersports am Bodensee. Mit einem Auge für Details und einer Vorliebe für das Authentische porträtiert sie Themen wie den Modellbootsbau oder neue Hafenentwicklungen.
IBN Anette Bengelsdorf
Anette Bengelsdorf


Eine Klasse für den Einsatz im Stockholmer Schärenrevier
Die schweren, teuren Yachten, die diese internationale Regel hervorbrachte, entsprachen jedoch nicht dem Geschmack der Schwedische Yacht-Vereinigung (SSF). Und nicht zum ersten Mal dachten sie über eine eigene, eine nationale Klasse nach, die lediglich die Segelfläche begrenzen sollte. 1907 wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung des KSSS (Kungliga Svenska Segel Sällskapet), ein Ausschuss gegründet, der Anfang 1908 die erste Schärenkreuzerbestimmung verabschiedete.

Der Vorschlag umfasste zunächst sieben Klassen mit 30, 40, 55,75,95,120 und 150 m² am Wind. Später kamen noch 15 und 22 m² dazu. Der Sammelbegriff für die erste nationale Klasse in Schweden war „Skärgardkryssare“, Schärenkreuzer. Eine Klasse, speziell für den Einsatz im Stockholmer Schärenrevier.

Konstrukteure nutzen die Freiheit aus
Die ursprüngliche Vermessungsvorschrift nahm nur wenig Einfluss auf die Konstruktion, legte nur wenige Maße, wie zum Beispiel eine Mindestverdrängung oder die Größe der Kajüte fest. Doch der Fortschritt ging so rasend schnell voran, dass neue Yachten bereits ein Jahr später nicht mehr konkurrenzfähig waren. Waren die ersten Schärenkreuzer bei einer Breite von 1,98 m noch 8,10 m lang, so nutzten Konstrukteure, wie der Finne Gustav Estlander, ihren Spielraum in alle Richtungen aus und die Regel musste laufend erweitert werden.

IBN S Formel DJI 0767
Gustaf – 75er Schärenkreuzer nach einem Entwurf von Gustaf Axel Estlander von 1927, Nachkonstruiert von Juliane Hempel. Gebaut 2022 auf der Martinwerft Radolfzell, Gesamtlänge: 17,73 Meter, Wasserlinie: 11,85 Meter

Da in den engen Gewässern der Schären Höhelaufen und kleine Wendewinkel gefragt waren, wurden unter Beibehaltung der Breite die Rümpfe immer länger und mancher 30er wurde bei einer Breite von 1,75 m sage und schreibe 13,50 m lang. Bis diese abenteuerlichen Konstruktionen in der Welle nicht mehr verwindungssteif waren und in kürzester Zeit auseinanderbrachen.

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BN - 06.01.2026 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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