Tempolimit auf dem Bodensee: Verkehrsministerium lehnt niedrigere Geschwindigkeiten ab

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Tempolimit auf dem Bodensee: Verkehrsministerium lehnt niedrigere Geschwindigkeiten ab

IBN 25.06.2026 Tempolimit
Ein strengeres Tempolimit für Motorboote auf dem Bodensee ist politisch derzeit nicht in Sicht. Baden-Württemberg setzt lieber auf Anreize statt neue Verbote. Foto: Julius Osner.


25.06.2026 - IBN / Magazin für Wassersport am Bodensee
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Kein Tempo 15 auf dem Bodensee: Warum das Limit vorerst bleibt

Seit Jahren wird am Bodensee über langsamere Motorboote diskutiert. Nun ist klar: Ein verschärftes Tempolimit ist politisch derzeit nicht absehbar. Das baden-württembergische Verkehrsministerium will sich innerhalb der Internationalen Bodenseekonferenz nicht für eine generelle Absenkung der Höchstgeschwindigkeit einsetzen.

Aktuell dürfen Motorboote außerhalb der Uferzonen mit bis zu 40 km/h fahren. Der Verein heurekaLAGO fordert dagegen bereits seit September 2023 Tempo 15 für Sportboote mit Verbrennungsmotor. Ziel der Initiative ist es, Emissionen, Lärm und Wellenschlag zu reduzieren und den See als Natur- und Lebensraum stärker zu entlasten.

Entscheidung braucht alle Anrainer
Baden-Württemberg kann die Regeln auf dem Bodensee nicht allein ändern. Die Schifffahrt wird über gemeinsame Regelungen der Anrainerstaaten abgestimmt. Für ein neues Tempolimit müsste die Bodensee-Schifffahrts-Ordnung entsprechend angepasst werden.

Genau dafür fehlt aktuell der politische Konsens. Das Ministerium verweist darauf, dass ein niedrigeres Tempolimit nicht automatisch weniger Verbrauch bedeute. Gerade Gleitboote könnten bei zu niedriger Geschwindigkeit mehr Widerstand erzeugen und dadurch ineffizienter fahren. Zudem würden Motorboote die erlaubte Höchstgeschwindigkeit meist nur zeitweise erreichen.

Für den Wassersport am Bodensee bleibt das Thema trotzdem relevant. Die Diskussion berührt zentrale Fragen: Wie lässt sich Freizeit auf dem Wasser mit Klima- und Naturschutz verbinden? Welche Rolle spielen E-Antriebe, alternative Kraftstoffe und neue technische Lösungen? Und wie gelingt mehr Sicherheit auf einem See, den sich Seglerinnen, Motorbootfahrerinnen, Paddler*innen und die Berufsschifffahrt teilen?

Der politische Kurs ist vorerst gesetzt: Statt strengerer Verbote sollen Anreize für eine klimafreundlichere Mobilität auf dem Wasser im Mittelpunkt stehen. Für die Debatte um die Zukunft der Bodenseeschifffahrt ist das keine endgültige Antwort – aber ein deutliches Signal.

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BN/IBN - 26.06.2026 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
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