SMCÜ: Finale in Berlin

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SMCÜ: Finale in Berlin

SMCUe DSBL Finale 1
Beim sechsten und letzten Spieltag der Segel-Bundesliga 2026 erreicht das Team vom SMCÜ den 4. Rang auf dem Berliner Wannsee.


18.09.2026 - SMCÜ / Segel- und Motorbootclub Überlingen e.V.
Text von Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Fotos von ©DSBL
SMCUe Stander


Damit gelingt uns beim Finale die beste Platzierung der Saison. In der Saisonwertung beenden wir das Jahr auf dem fünften Rang, knapp hinter dem Mühlenberger Segel-Club. Für den SMCÜ segelten Frederik Schaal am Ruder, Charlotta Fritz als Taktikerin, Niko Mittelmeier am Trimm und Max Pfannkuch auf dem Vorschiff.

SMCUe DSBL Finale 2

Vor dem Finale war die Ausgangslage klar. Der Norddeutsche Regatta-Verein führte mit 11 Punkten in relativ sicherer Position vor dem Jörsfelder Segel-Club mit 24 und dem Mühlenberger Segel-Club mit 27 Punkten. Dahinter lagen der Münchner Yacht-Club mit 34 Punkten und wir mit 39 Punkten auf Platz 5. Am Vortag segelte sich das Team noch mit mehreren Bundesliga-Teams ein, kaufte Proviant für die nächsten Tage und ließ den Abend bei Pizza mit dem Württembergischen Yacht-Club ausklingen.

Der erste Wettfahrttag begann mit sehr leichtem und äußerst drehendem Wind mit Böen von bis zu 8 Knoten. Das ließ die Platzierungen bei vielen Teams von Rennen zu Rennen stark schwanken. Die Crew blieb im Flow und hielt sich anders als viele andere über den ganzen Tag konstant vorne. Mit den Plätzen 1, 2, 1, 3 und 1 gab es nach fünf Wettfahrten 8 Punkte und Platz 1 der Tageswertung, knapp vor dem Norddeutschen Regatta-Verein und dem Düsseldorfer Yachtclub. Auch abseits des Wassers war die Stimmung bei allen richtig gut, und bei der Mediterranean Night gab es eine Pasta Bar, an der das Team ausgiebig zugriff.

Der zweite Tag brachte sonniges Wetter, aber deutlich weniger Wind, maximal 5 Knoten, wenn überhaupt. Mal war Einbahnstraße angesagt, mal Bananensegeln. Im Einbahnstraßen-Modus tat sich in den Platzierungen von Anfang an nicht mehr viel. Beim Bananensegeln ging es dagegen komplett wild zu: Man konnte den Start vermasseln, an der ersten Luvtonne trotzdem Erster sein, am Gate wieder Letzter und an der nächsten Luvtonne erneut Erster. In diesem Umfeld wiegt jede Entscheidung schwer, und ein kleiner Augenblick entscheidet alles. In zwei Rennen kostete uns jeweils ein Patzer viele Plätze. Mit den Plätzen 2, 5 und 5 lag das Team nach zwei Tagen auf Rang 2 der Gesamtwertung, hinter dem Norddeutschen Regatta-Verein. Die längeren Startverschiebungen überbrückte die Crew gemeinsam mit dem WYC bei mehreren Runden des Ratespiels Imposter. Am Nachmittag gab es eine schöne Überraschung, denn unsere treuen Fans Gaby und Volker Schaal waren extra aus Überlingen angereist, um uns am VSaW anzufeuern. Den Abend ließen alle zusammen mit dem WYC bei einem gemütlichen Essen ausklingen.

Der dritte und letzte Tag begann spannend, denn vor den letzten vier Rennen war noch vieles offen. Wannsee-typisch zeigte sich auch der Wind von einer neuen Seite. Nach zwei Tagen aus südlicher Richtung kam er diesmal aus Nord, sehr böig und drehend, vor allem im ersten Rennen bei wenig Druck. Dann setzte Regen ein, es folgte eine kurze Pause, bevor es bei deutlich mehr Wind weiterging. Mit zwei zweiten Plätzen startete die Crew gut in den Tag. In den beiden folgenden Rennen trafen wir in ein paar entscheidenden Momenten die ein oder andere falsche Entscheidung und kamen nur auf die Plätze 4 und 5. Am Ende fehlte damit nur ein Punkt zum Podest, was es natürlich noch ärgerlicher macht. Besonders spannend wurde es, weil im letzten Rennen auch der Berliner Yacht-Club und der Düsseldorfer Yachtclub mitentscheidend waren und erst deren Ergebnis unsere endgültige Platzierung festlegte. Bis zum Schluss wussten wir also selbst nicht, wo wir landen würden.

Genauso gespannt verfolgten wir, wie es für unsere Segelfreunde vom WYC lief, bei denen bis zur letzten Sekunde nicht klar war, ob sie den Klassenerhalt schaffen. Als gegen 15 Uhr die Boote ins Ziel kamen, stand fest, dass sie es um einen Punkt geschafft haben. Fast symbolisch, dass es bei ihnen um nur einen Punkt ging, genau wie bei uns am Podest.

Um 17 Uhr gab es gleich zwei Siegerehrungen. Beim Finale gewann der Norddeutsche Regatta-Verein vor dem Düsseldorfer Yachtclub und dem Bayerischen Yachtclub. Der SMCÜ folgte auf Platz 4. In der Saisonwertung sicherte sich der Norddeutsche Regatta-Verein zum 9. Mal in 14 Jahren den Titel des Deutschen Meisters, vor dem Jörsfelder Segel-Club und dem Münchner Yacht-Club auf dem Podest. In der 2. Liga gewannen die Bodensee-Kollegen vom Konstanzer Yacht-Club sowohl den letzten Spieltag als auch die Gesamtwertung und steigen damit wieder in die 1. Liga auf. Zusammen mit drei weiteren Vereinen schaffen sie den Aufstieg, während im Gegenzug die letzten vier Teams der 1. Liga absteigen. Wir freuen uns schon, die Konstanzer nächste Saison wieder in der 1. Liga zu begrüßen.

Nach der Siegerehrung ging es für einige aus dem Team erst einmal in die Sauna des VSaW, die schon am Vortag die ideale Gelegenheit gewesen war, nach der Anspannung eines Wettfahrttages zu entspannen. Ab 20 Uhr folgte die Meisterfeier im VSaW, bei der wir mit allen anderen Seglerinnen, Seglern und Freunden der Bundesliga den Saisonabschluss feierten.

Damit endet eine Saison, die uns quer durch Deutschland geführt hat, von Starnberg über Kiel und Hamburg bis nach Berlin, wo wir beim Finale mit Platz 4 unsere stärkste Platzierung des Jahres einfuhren.

Vielen Dank an alle Fans, die uns die ganze Saison über verfolgt haben, egal ob zu Hause am Bildschirm oder live vor Ort. Ihr habt uns die Daumen gedrückt und liebe, aufmunternde und motivierende Kommentare unter unseren Beiträgen hinterlassen. Wir haben sie fleißig verfolgt und uns immer sehr über diesen Rückhalt gefreut.

Ein herzlicher Dank gilt außerdem den Sponsoren und Unterstützern – Volksbank Überlingen, BestChem, PrintChem und Prosana. Ohne ihre Unterstützung wäre diese Saison nicht möglich gewesen.

BN: Wir gratulieren allen Bodensee-Clubs zu Ihren grandiosen Erfolgen!


BN/IBN - 21.09.2026 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
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